500Gramm - wie es weiterging

in rußland wird bekanntlich der wodka in gramm abgewogen – ganze 500 gramm davon wären allerdings sogar für einen gewohnheitstrinker eine menge stoff. aber wieviel sind 500 gramm literatur? kann man sie konsumieren wie wodka, wird man davon trunken oder etwa klarer im kopf? beides erscheint annähernd gleich unwahrscheinlich. und läßt sich denn geist überhaupt abwiegen? immerhin kann das in bonn verlegte journal für literatur und graphik mit dem nicht allzu schwerwiegenden, aber seltsam sperrigen namen 500 gramm, das sich mit dem erscheinen seiner nummer vier gleichzeitig im druck mit neu anverwandeltem layout und hier im netz unter neuer homepage wieder vorstellt, nun schon länger als ein jahr für sich beanspruchen, seiner zeit immer wieder ein paar gespannte, nachdenkliche, heitere oder auf andere art geistig angeregte momente abgetrotzt zu haben, jenen abwesenden blick einer lesenden in der u-bahn mit einem heft von 500 gramm auf den knien – dafür war 500 gramm nie zu schwer und wird nie zu leichtgewichtig sein, um zu hause und in ruhe weitergelesen werden zu wollen.

 

für das richtige gewicht steht die nach drei personellen umbesetzungen mittlerweile konsensfähige und nach wie vor sechsköpfige redaktion, deren anliegen es bleibt, eine interessant abgewogene mischung aus erzähltem, ob fiktion, essay oder pathos, und allerlei formen des lyrischen gesangs herzustellen, die bei uns so frei sein dürfen, wie der jazz in der musik es ist.

 

nicht zu vergessen die individuelle graphische gestaltung jedes heftes, das sich in jeder nummer im erscheinungsbild thematisch einem neuen künstler und seiner ihm zu eigenen vision unterwirft. alles was Sie in 500 gramm finden, ob wort oder graphik, ist dort erstveröffentlicht. eines wissen Sie also im voraus, wenn Sie 500 gramm kaufen:

 

das hier haben Sie noch nie vorher gesehen.

 

 

                                                                                                                                             die  Redaktion

(der text wurde im september 2011 geschrieben. mittlerweile ist nummer 9 erschienen, und nach weiteren personellen veränderungen ist die derzeitige redaktion vierköpfig.)

 

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