Editorial: 500Gramm - Nummer 5 - Mai 2012

Geneigte Leserin, geneigter Leser,


wenn der Stein geht, ohne Auge, ohne Fuß, ohne Ort, in der Hitze der Nacht, schwerer Quader am Eingang des Tals, ein klopfendes Herz aus den Resten der Chirurgie und Stücke von schwerem Tau, damit die Bäume glauben sie hätten einen Schatten. Und der Staub glaubt er wäre eine Mutter.
Ein Clochard ist etwas ganz feines, keine Wohnung, aber ein Kunsthistoriker - Gotik von innen in einem nahegelegenen Weinkeller, Reife, wenn man genau darüber nachdenkt, sind wir alle zum Scheitern verurteilt. Weniger Federn am Leib, bibbern in der Kälte, Gewebezerstörung, Fenster zum Hirn eingeworfen. Da fielen mir ihre Rosinenaugen auf, auf den Krümeln am Hang aus Lebkuchen.
Der Schnee, der brennt nach getaner Arbeit, wenn die Sonne der Erde das Ihre zurückgibt - gelesen, gekeltert, auf Flaschen gezogen, wie der Herbst im Weinberg. Dicht unterm Himmel spielt einen einzigen Ton, Pythagoras' Sphärenorchester, mein Verstand will ein EKG.
Aber was soll mir das bringen. schieben wir's doch auf den Mai, in grübelnden Endlosschleifen kreißend bis sie erschöpft, bedeckt von schwarzen Seen.
und der Morgen weiß nicht wohin.
frei geschöpft aus nachfolgenden Texten des vorliegenden Journals von
peter linden - Redaktion

 

 

 

 

 

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